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Ausbildung steht im Mittelpunkt...

Die Ausbildung von Nachwuchskräften sowie die überörtliche Zusammenarbeit der Feuerwehren zu fördern war schon damals der Grundgedanke, den die Gründer der Arbeitgemeinschaft der heutigen Kreise Soest, Coesfeld, Unna und Warendorf sowie der kreisfreien Stadt Hamm verfolgten. Die ehemaligen Kreisbrandmeister Karl Ebbinghaus (Unna), Josef Quante-Rinsche (Soest), Herbert Faust (Beckum) und Heinrich Tappe (Lüdinghausen) sowie die beiden Stadtbrandmeister Herbert Rust (Hamm) und Theodor Mengelkamp (Lünen) schufen im Jahre 1966 etwas für damalige Zeit wohl Einzigartiges. Sie gründeten eine Arbeitsgemeinschaft, um gemeinsam Lehrgänge durchzuführen.

Nach der Gründungsversammlung in der Feuerwache in Unna am 26. Januar 1966 machten sich die Gründer daran, Konzepte für die Ausbildung und der überörtlichen Zusammenarbeit zu machen, um gleichzeitig auch die Zusammenarbeit aller Beteiligten im Einsatz zu fördern. Der erste Lehrgang – ein Oberfeuerwehrmannlehrgang – fand vom 13. Februar bis 6. März in Hamm statt.

Im weiteren Verlauf der Zeit, fanden zahlreiche Dienstbesprechungen statt, um Probleme zu erörtern und daraus gemeinsame Lösungsansätze zu entwickeln. So war schon eines der damaligen Themen, die persönliche Dienst- und Schutzkleidung. Gemeinsam wollte man ein einheitliches Konzept zum Schutz der Einsatzkräfte erarbeiten. Zwischenzeitlich hatten die Verantwortlichen mit Hamm einen Lehrgangsort gefunden. Hier fanden ständig Lehrgänge nach dem neuen Erlass des Innenministeriums zur Durchführung von Oberfeuerwehrmannlehrgängen außerhalb der Landesfeuerwehrschule statt. Der Bedarf an Lehrgängen wuchs allerdings stetig an, so dass schon bald die organisatorischen Möglichkeiten in Hamm nicht mehr ausreichten. Zwischenzeitlich erfolgten Planungen, die Lehrgänge in ein ehemaliges Schulgebäude nach Delecke zu verlagern. Längst hatte sich gezeigt, dass es nicht ausreicht, sich nur auf die Durchführung von Oberfeuerwehrmannlehrgängen zu beschränken. So fand im März 1968 auf Schloss Oberwerries ein erster Fortbildungslehrgang für Führungskräfte statt.

Ab 1969 sprach man auch von der Errichtung einer eigenen Ausbildungsstätte für die beteiligten Kreise und Städte. In dieser Zeit wächst die Idee, eine ehemalige Schule im Ortsteil Brockhausen der Stadt Ahlen als neues Schulungszentrum zu nutzen. Letztlich wird dieser Plan mit sehr viel Idealismus und mit noch mehr Eigenarbeit aller Kameradinnen und Kameraden 1970 umgesetzt. Die feierliche Eröffnungsveranstaltung fand am 20. Oktober 1971 statt. Die Feuerwehren haben zuvor rund 10 000 Stunden an Eigenleistung erbracht, um die Schule auf die Bedürfnisse der Feuerwehren umzubauen. Mit der Fertigstellung der neuen Ausbildungsstätte hatte die Ausbildung der Kreise und Städte eine neue Heimat gefunden. Schnell wurde klar, dass die kontinuierliche Durchführung von Lehrgängen eine enorme Kraftanstrengung werden würde, bei der alle Beteiligten sich einbringen mussten. Seither wird das Lehrgangsangebot stetig ausgeweitet. So fanden unter anderem auch Lehrgänge für Gruppenführer und Zugführer in der Ausbildungsstätte statt.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Ausbildungsstätte ist der 01. Januar 1973. An diesem Tag tritt die neue Feuerwehrdienstvorschrift 4 in Kraft. Für die praktische Ausbildung wird nun auch ein Übungsturm erforderlich. Die Fertigstellung ist im Februar 1974. Am 1. Januar 1975 tritt die kommunale Neuordnung in Kraft. Es werden die Kreise Warendorf, Unna, Soest und Coesfeld gebildet. Als einzige kreisfreie Stadt verbleibt die Stadt Hamm, da Lünen in den Kreis Unna eingegliedert wird. Die Zusammenarbeit wurde aber in der bewährten Form fortgesetzt.

 

In den folgenden Jahren standen zahlreiche Renovierungsarbeiten an, die im Wege der interkommunalen Zusammenarbeit allesamt erledigt wurden. Im Jahre 1979 trat nun auch die neue Feuerwehrdienstvorschrift 2/2 in Kraft. Dass führte dazu, dass ein neues Lehrgangskonzept erarbeitet werden musste. Aus dem längst liebgewonnenen Oberfeuerwehrmannlehrgang wurde nun der Truppführerlehrgang. Ab 1980 fanden auch Lehrgänge aus dem Bereich des Rettungsdienstes in der Feuerwehrausbildungsstätte statt. Ein erster Rettungssanitäterlehrgang wurde im Jahre 1980 durchgeführt. Damit hatte die Feuerwehrausbildungsstätte ein weiteres Standbein hinzubekommen. Denn neben den Truppführer- und Maschinistenlehrgängen fanden nun laufend auch Rettungssanitäterlehrgänge statt. Zwischenzeitlich wurde erneut das Konzept geändert. Aus den Rettungssanitäterlehrgängen wurden in Anpassung an die geänderte Gesetzgebung zwischenzeitlich Fortbildungslehrgänge für den Rettungsdienst. Eines hat sich jedoch in den mehr als 40 Jahren des Bestehens der Arbeitsgemeinschaft nicht geändert. Probleme werden gemeinsam angepackt und gelöst. Gemeinsamkeit zeichnet nach wie vor die Arbeitsgemeinschaft aus.

Das was man damals Zusammenarbeit unter Feuerwehren nannte, hat heute mit interkommunaler Zusammenarbeit längst einen festen Begriff erhalten. Über Jahrzehnte hat sich gezeigt, wie gut sich diese Zusammenarbeit für die Feuerwehren ausgewirkt hat. Längst haben unzählige Generationen die Lehrgänge der Gemeinschaft durchlaufen. Längst sind von den Lehrgangsteilnehmern von damals auch Führungskräfte von heute geworden. Es liegt an den Verantwortlichen von Heute und Morgen, ob diese Zusammenarbeit auch weiter fortgesetzt wird, um so den Erfolg für die Zukunft zu sichern.